Fachkräfte stärken – Prävention gestalten
Wir unterstützen pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte und Teams in sozialen Einrichtungen dabei, Prävention lebendig, alltagsnah und wirksam umzusetzen. Mit praxisorientierten Angeboten und individueller Begleitung fördern wir Sicherheit, Austausch und eine gemeinsame Haltung im Umgang mit Sucht- und Gesundheitsthemen.
Suchprävention braucht Haltung – und Unterstützung.
Fachkräfte sind Schlüsselpersonen, wenn es darum geht, junge Menschen zu stärken und riskantem Verhalten vorzubeugen. Wir bieten praxisnahe Fortbildungen, Team- und Fallberatungen sowie Gruppen- und Projektangebote, die sich an den Bedürfnissen Ihrer Einrichtung orientieren.
Ob Sie Ihr Wissen vertiefen, neue Impulse für die Arbeit im Team suchen oder eine Präventionsstrategie entwickeln möchten – wir begleiten Sie dabei mit Erfahrung, Fachwissen und Wertschätzung.
Darüber hinaus unterstützen wir Einrichtungen bei der Entwicklung einer gemeinsamen Haltung und bei der Erarbeitung verbindlicher Suchtvereinbarungen, die im Alltag tragen.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir beraten Sie gerne persönlich.
Unsere Angebote gem. §§ 27ff. SGB VIII
Multidimensionale Familientherapie
Die Multidimensionale Familientherapie (MDFT) ist ein familienorientiertes ambulantes Therapieprogramm für Jugendliche mit substanzbezogenen Problemen und evtl. damit einhergehenden psychischen Problemen oder sonstigen Verhaltensstörungen.
Zielgruppe:
Jugendliche & junge Erwachsene mit problematischem Substanzkonsum und deren Familien.
Dauer der Intervention:
5 – 6 Monate, mit mehreren Kontakten pro Woche.
Ziele:
- Abstinenz / Konsumreduktion
- Verbesserung der damit verbundenen psychischen/sozialen Probleme
- Verbesserung der schulischen Leistung/Bildungschancen
- Neugestaltung des Freizeitverhaltens
- Verbesserung der elterlichen Erziehungskompetenz
- Verbesserung des affektiven Klimas bzw. der Bindungen in der Familie
- Reduktion dysfunktionaler familiärer Kommunikationsmuster
- Mobilisierung sozialer Ressourcen
Methode:
MDFT unterscheidet vier Interventionsebenen:
- Jugendlicher (Einzelsitzungen)
Motivierende Gesprächsführung, suchttherapeutische Intervention, Drogenscreening - Eltern (Einzelgespräche und gemeinsame Gespräche)
Besonderer Fokus auf Erziehungskompetenz des Elternteams (keine Paartherapie!). - Familie (Eltern & Jugendlicher, Gespräche in verschiedenen Konstellationen möglich)
Förderung wertschätzender Kommunikation, „Enactment“. - Außerfamiliäre Lebensbereiche (Schule, Jugendhilfe, Arbeit, Freizeit, Peers…)
Bei Bedarf Einbezug des sozialen Umfeldes im Sinne von „Case Management“.
Ein Therapeut arbeitet auf den unterschiedlichen Ebenen (Allparteilichkeit). Die Qualitätssicherung erfolgt durch begleitende Supervision und wöchentliche Treffen der MDFT-Therapeuten.
Dieses Angebot muss über das jeweilige Bezirksjugendamt beantragt werden.
Ansprechpartnerin:
Antonia Torras-Vives
Tel: + 49 221 – 261 543-122
E-Mail: antonia.torras-vives@skm-koeln.de
Sucht(mittel)clearing
- ein mit dem ASD/GSD eng abgestimmtes Handlungs- und Maßnahmenkonzept, welches in die Hilfeplanung eingebracht wird
- ein familienorientiertes ambulantes Klärungs- und Beratungsangebot für Mütter und Väter, bei denen möglicherweise eine Konsum- oder Suchtproblematik vorliegt
Gesetzliche Grundlage
Hilfen zur Erziehung, insbesondere § 27 Abs.1 SGB VIII
„Ein Personensorgeberechtigter hat bei der Erziehung eines Kindes oder eines Jugendlichen Anspruch auf Hilfe (Hilfe zur Erziehung), wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist.“
Zielgruppe
Mütter, Väter und weitere beteiligte Bezugspersonen, bei denen möglicherweise eine Konsum- oder Suchtproblematik vorliegt und
- die mit ihren Kindern in Haushaltsgemeinschaft leben oder
- deren Kinder notfallmäßig in Obhut genommen worden sind oder
- eine Inobhutnahme droht, weil die verantwortliche Wahrnehmung der elterlichen Sorge unklar ist
Ziele
- Feststellung des Suchtstatus
- Empfehlung für den ASD/GSD bezüglich der notwendigen suchtspezifischen Maßnahmen
- Empfehlung für den Vater / die Mutter / die Bezugspersonen bezüglich der suchtspezifisch notwendigen Maßnahmen
Gegebenenfalls anschließende Vermittlung der Mutter / des Vaters/ der Bezugspersonen in geeignete Suchthilfemaßnahmen
Dauer, Umfang und Kosten des Sucht(mittel)clearings
- Das Sucht(mittel)clearing läuft über einen Zeitraum von 5 Wochen (inkl. Berichtswesen, Teilnahme an Hilfeplangesprächen etc.)
- mit einem zeitlichen Umfang von bis zu 10 Fachleistungsstunden/Woche.
- In Ausnahmefällen ist eine Verlängerung oder Erweiterung in Absprache mit dem Jugendamt möglich.
Die Vergütung erfolgt nach dem jeweils gültigen Fachleistungsstundensatz des SKM Köln zuzüglich der pauschalisierten Kosten für die Urinkontrollen.
Koordination:
Silvia Hüls-Knobloch
Tel: 0151 50713536
E-Mail: silvia.huels-knobloch@skm-koeln.de
B.i.S.S. – „Beratung und Begleitung für Jugendliche in Sachen Sucht“
B.i.S.S. ist eine Hilfe nach §§ 27ff SGB VIII und wird seit dem Jahr 2000 in Kooperation von SkF Köln und SKM Köln angeboten. Jugendliche werden im Auftrag des Jugendamtes intensiv über ihren Konsum und alle weiteren Probleme und Lebensbereiche beraten und begleitet.
Für uns steht der Jugendliche im Mittelpunkt der Arbeit, das heißt wir definieren den Jugendlichen nicht über den Konsum oder seine abhängigen Verhaltensweisen, sondern lernen ihn möglichst wertfrei und ganzheitlich kennen.
Eine Begleitung durch B.i.S.S. ist nicht davon abhängig, ob die Jugendlichen das Ziel stationärer Maßnahmen oder Konsumreduktion / -verzicht äußern.
Wir bieten den Jugendlichen die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen mit ihrem Konsum und ihren Verhaltensweisen auseinanderzusetzen. Wir motivieren die Minderjährigen, sowohl positive als auch negative Aspekte des Konsums zu betrachten und sich mit dem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen.
B.i.S.S. stellt ein Angebot zur Verfügung, welches einen niedrigschwelligen Ansatz, eine akzeptierende Haltung und langfristige Beziehungsarbeit beinhaltet.
Ambulant Betreutes Wohnen (BeWo)
Durch qualifizierte Assistenzleistungen bieten wir speziell Menschen mit Sucht- und Drogenproblemen professionelle Unterstützung, um eine stabile Lebensführung zu erreichen. Dabei orientieren wir uns stets an den individuellen Bedürfnissen und Zielen der Klient:innen.
Jetzt informieren!
Fachkräfte stehen häufig unter großem Druck, wenn es um das Thema Konsum oder Sucht geht. Sie können sich über unsere Angebote informieren und sich bei Bedarf im Rahmen einer Fallbesprechung beraten lassen, welches Angebot passend sein könnte.
Kontakt:
Silvia Hüls-Knobloch
+49 221 – 261 543-116
Stefan Becker
+49 221 – 261 543-107